DSGVO in der Praxis: Compliance und Bußgelder
Mamnoon Hadi
Head of Analytics & Insights at Readdle

2023 teilten NHS Trusts im Vereinigten Königreich anonymisierte Patientendaten mit Facebook (Meta), ohne ordnungsgemäße Einwilligung der Patienten
Die Daten umfassten sensible Angaben zu Erkrankungen, Behandlungen und Krankengeschichten
Die Anonymisierung war unzureichend; durch Kombination mit öffentlich verfügbaren Daten war Re-Identifizierung möglich
Die Daten wurden für Werbung genutzt, u. a. zielgerichtete Gesundheitsanzeigen – das weckte Sorgen über Ausbeutung von Patientendaten

Informierte Einwilligung ist entscheidend: Betroffene müssen genau verstehen und zustimmen, wie ihre Daten genutzt werden
Datenanonymisierung ist nicht narrensicher: Selbst anonymisierte Daten können bei falscher Handhabung re-identifiziert werden – ein Verstoß gegen die Privatsphäre
Transparenz zählt: Organisationen müssen offenlegen, wie Daten genutzt werden, besonders bei Drittparteien
Ethische Abwägungen: Gesundheitseinrichtungen stehen vor Dilemmata, wenn sensible Daten kommerziell genutzt werden und Vertrauen ausgenutzt werden könnte
DSGVO-Compliance und Vertrauen: Der Fall zeigt, wie wichtig die DSGVO ist, um das öffentliche Vertrauen ins Gesundheitssystem zu wahren
Balance zwischen Innovation und Privatsphäre: Organisationen müssen den Spannungsbogen zwischen Fortschritt und Schutz von Patientendaten navigieren
Datenteilung mit Dritten: Es ist entscheidend zu verstehen und zu steuern, wie Patientendaten geteilt werden, v. a. mit externen Partnern wie Werbeplattformen
Rechtliche und Reputationsrisiken: Unethische Datenpraktiken führen zu rechtlichen Folgen und schwerem Reputationsschaden
DSGVO in der Praxis: Compliance und Bußgelder